29. September 2013

Max Nagl lässt Teutschenthal beben

Als Titelverteidiger reiste Max Nagl gemeinsam mit dem Team Germany zum Motocross of Nations in den Talkessel zu Teutschenthal. Vor 85.000 Zuschauern zeigte der Oberbayer eine sensationelle Leistung und bescherte dem Team einen elften und vierten Rang. In der Gesamtwertung landet die deutsche Nationalmannschaft auf Platz sieben.

24 Jahre hat es gedauert bis das Motocross of Nations nach Deutschland zurückkehrt. Zuletzt fand der Megaevent 1989 in Gaildorf statt – 2013 hieß der Ausrichter MSC Teutschenthal. Die Piloten durften sich auf eine 1.515 Meter lange Highspeed-Strecke im Talkessel zu Teutschenthal freuen. Dem nichts nach standen die Fans. 85.000 Zuschauer reisten zur 67. Auflage der Chamberlain Trophy und erlebten drei spannende Renntage, mit einem Rekordteilnehmerfeld von 41 Nationen. Die deutsche Mannschaft rund um Max Nagl, Ken Roczen und Dennis Ullrich ging mit den Startnummern 1, 2 und 3 als Titelverteidiger mit dem „Red Plate“ an den Start. Für Max ein ganz besonderes Erlebnis: „Ich bin so glücklich hier zu sein. Dieses Jahr war nicht einfach, gerade fühle ich mich sehr wohl und freue mich vor deutschem Publikum zu starten.“

Schon am Samstag wurde deutlich, dass das deutsche Trio auch in diesem Jahr zu den Favoriten zählt. Für das MX1-Qualirace zog Max Startplatz 28 und wusste diesen gut zu nutzen. Ohne viel Risiko fuhr er auf Rang sechs nach vorne und schaffte damit die Grundlage für eine sichere Qualifikation in das A-Finale. Auch seine Teamkollegen waren in bester Verfassung. Der 2011er MX1-Weltmeister Ken Roczen gewann sein Rennen überlegen und sorgte damit für eine gute Ausgangslage am Sonntag. Die Sensation des Tages gelang dem Dritten im Bunde. Dennis Ullrich behauptete sich in seinem Rennen zunächst auf Rang drei, fiel im Verlauf der 20 Minuten und zwei Runden aber noch auf Position sechs ab. Im Gesamtklassement lag das Team Germany somit auf Rang vier und hatte für den Finalsonntag die Startplätze vier und 24 inne.

Um 13.08 Uhr fiel am Sonntag der Startschuss zum Rennen der MX1/MX2. Max erlebte im ersten Durchgang einen katastrophalen Start und lag bei der ersten Zwischenzeit nur auf Position 34. Zusätzlich hatte Max in der Anfangsphase Probleme mit seiner Brille: „Im Bereich des Rolloff ist ein Stein durch die Brille geschlagen“, erklärte der Oberbayer im Ziel. Davon beeindrucken ließ er sich aber nicht, Max zeigte sein Kämpferherz und arbeitete sich bis zum Rennende auf einen tollen elften Rang nach vorne. Deutschlands MX2 Pilot Ken Roczen lag hingegen lange Zeit an der Spitze des Feldes, bis er von Weltmeister Antonio Cairoli überholt wurde. Ken brachte Rang zwei ins Ziel und Deutschland lag nach Durchgang eins mit 13 Punkten vor Italien und Australien in Führung. Im anschließenden Rennen der MX2/Open war Ken Roczen nicht zu stoppen und schenkte den zahlreichen deutschen Fans einen Heimsieg. Pech hatte hingegen Dennis Ullrich, der Saarländer stürzte während des Rennens und musste aufgeben. Nach einer kurzzeitigen Behandlung kam aber die Entwarnung und Dennis startete im MX1/Open Rennen. Deutschland fiel nach dem zweiten Rennen auf Rang sieben zurück. Den Talkessel zum Beben brachte Max Nagl im letzten Rennen des Tages. Mit einem Sensationsstart übernahm er die Führung und hielt diese über 16 Minuten. Antonio Cairoli fand einen Weg an dem Honda Werkspiloten vorbei, doch Max hielt den Anschluss zum Weltmeister und baute seinen zweiten Platz aus. Doch in der letzten Runde eine Schrecksekunde. Bei einem langen Sprung wurde er von einer Windböe erfasst und fand sich abseits der Strecke wieder. Ken de Dycker und Evgeny Bobryshev zogen kurz vor dem Ziel noch an Max vorbei. Pechvogel des Tages war Dennis Ullrich, er musste sein Rennen erneut vorzeitig beenden. Nach Addition aller Rennen beendete Deutschland das Motocross of Nations 2013 als Siebter.

Nach seinem beeindruckenden zweiten Rennen zeigte sich Max am Abend bestens gelaunt: „Ich bin mit dem Wochenende fahrerisch sehr zufrieden. Vor dem ersten Lauf habe ich nur eine Schmerztablette genommen. Der Start zum ersten Rennen verlief aber leider nicht gut, im Rennverlauf habe ich aber voll attackiert und bin auf Rang elf vorgefahren. Das hat riesen Spaß gemacht und das Fahren ging sehr gut. Deutlich besser war dagegen der Start ins zweite Rennen. Ich bin perfekt weggekommen und habe lange geführt. Die Fans waren einfach genial und haben einen super gepusht. Toni brauchte lange um aufzuschließen, als er vorbei ging habe ich mir seine Spur angesehen und versucht ihm zu folgen. Leider hat mich in der letzten Runde eine Windböe erwischt und ich bin neben der Strecke gelandet. Danach waren de Dycker und Bobby direkt hinter mir und ich musste die Beiden noch vorbei lassen. Zunächst hab ich mich geärgert den zweiten Platz verloren zu haben, anderseits bin ich happy. Das Rennen hat mir einen super Motivationsschub für die kommende Saison gegeben. Wir drei haben unser bestes gegeben, beim MXoN gehört auch immer etwas Glück dabei.“

Für Max ist die Saison aber noch nicht ganz beendet. Am 15. Oktober fliegt er nach Japan und wird dort bereits sein neues Motorrad für 2014 testen, zusätzlich startet er in Sugo bei einem Lauf zur japanischen Meisterschaft.

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