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27. Airoh Starcross in Mantova | Drucken |
Montag, den 08. Februar 2010 um 11:12 Uhr


Mantova, 6 Februar 2010. Es ist 11.51 Uhr Ortszeit auf dem Weltmeisterschaftskurs in Italien. Zum ersten mal im neuen Jahr, bewegt der amtierende Motocross MX1 Vize-Weltmeister Max Nagl vom Red Bull KTM Factory Racing Team, sein neues Motorrad unter Wettbewerbsbedingungen auf die Strecke. Zum 27.Airoh Starcross versammelt sich einmal mehr die gesamte Weltelite im Motocross. Nach gerade mal zwei Wochen Motorradtraining kommt die Veranstaltung im norditalienischen Mantova für Max gerade recht, um sich weiter an das neue Bike zu gewöhnen. Der Samstag begann dann zunächst mit zwei freien Trainings. Danach wurde es ernst, dass Qualirace der MX1 Klasse stand auf dem Programm. Als das Startgatter fällt ist es der Belgier Kevin Strijbos der sich den Holeshot holt. Auf Rang zwei und drei folgen die KTM Piloten Max Nagl und Antonio Cairoli. In den ersten beiden Runden konnten Cairoli und Max am Belgier vorbeigehen. Max gelang dabei ein sehenswertes Überholmanöver. Unser Vize-Weltmeister konnte den Weltmeister sofort unter Druck setzen. Max machte richtig Feuer. In einer der Bergschleifen rutschte er weg und ging zu Boden. Auf Rang sechs zurück gefallen konnte Max noch den Amerikaner Jimmy Albertson passieren und beendete den Qualiheat auf Rang fünf. Dies bedeutete die Teilnahme an der Superpole. Das Einzelzeitfahren wurde, wie bereits der Qualiheat, von Antonio Cairoli gewonnen. Max Nagl belegte Rang fünf und hatte somit beste Voraussetzungen für eine gute Startplatzwahl am Sonntag geschaffen. Der Arbeitstag von Max war aber damit nicht zu Ende. War die Superpole gerade so vor Einbruch der Dunkelheit beendet, so musste unser KTM Werkspilot um 19 Uhr bereits in einem Hotel in Mantova antreten. Hier wurde das Red Bull KTM Factory Racing Team für die Weltmeisterschaft 2010 vorgestellt.

Strahlend blauer Himmel und angenehme Temperaturen zogen am Rennsonntag einige tausend Fans an die Strecke von Mantova. Nach einem warm up ging es mit dem beliebten „uno contra uno“ los. In Runde eins traf Max auf den Niederländer Marc de Reuver. Mit einem super Start konnte er das Duell für sich entscheiden. Endstation war in Runde zwei gegen Jimmy Albertson. Der spätere Sieger von „uno contra uno“ gab dem KTM Piloten keine Möglichkeit zu überholen. Ab nun sollte es ernst werden. Drei Läufe a` 20 Minuten + 2 Runden entscheiden über den Sieg beim Starcross von Mantova.

Gewinner des Starts zum 1.Lauf war der Exweltmeister Steve Ramon. Max Nagl wurde auf der Startgeraden eingeklemmt und zog als 17er durch die erste Kurve. Vorne übernahm KTM Teamkollege Cairoli schnell das Zepter. Max arbeitete sich Platz um Platz nach vorne. Bis ins Ziel gelang ihm der Sprung auf Rang sieben. Zum 2.Lauf musste dann das Ersatzmotorrad vorbereitet werden. Im 1.Lauf hatte der Vize-Weltmeister Kontakt mit einem Gegner. Dabei wurde ein Loch in den Motorblock geschlagen, was auch Ölverlust bedeutete.

 

Der 2.Lauf sah zu Beginn ein ähnliches Bild wie Rennen eins. Wieder war es Ramon der vorne war. Cairoli konnte ihn aber sofort abfangen und den Sieg nach hause fahren. Max lies seine sonst so hervorragenden Starts auch diesmal vermissen und fand sich auf Rang 23 wieder. Die Aufholjagd führte noch bis auf Rang 13. Der KTM Pilot ging dabei kein Risiko ein, denn 2010 will Max nach Möglichkeit verletzungsfrei in die WM Saison in Bulgarien starten. Der Start zum 3.Lauf des Tages zeigte dann aber bereits das Max das Starten nicht verlernt hat. Beim einbiegen in Kurve 1 auf Rang drei, musste er dann außen herum und wurde auf Rang 9 durchgereicht. Den Holeshot zog wiederholt Steve Ramon. Vorne war es Tanel Leok aus Estland, der die Spitze übernahm, und bis ins Ziel nicht mehr abgab. Max hatte in Runde 5 Bodenkontakt und fiel auf Rang 17 zurück. Bis zur Zielflagge konnte er sich auf Rang 12 vorarbeiten. Im Gesamtklassement sprang mit 35 Punkten der achte Platz heraus.

 

Dem MX1 Vize-Weltmeister fehlt es derweilen über eine Renndistanz noch an Speed. Dies ist aber auf Grund des komplett auf die Weltmeisterschaft bezogenen Trainings überhaupt kein Problem. Max sitzt seit zwei Wochen erst wieder auf dem Motorrad. Sein Trainingsplan ist so ausgelegt, dass er punktgenau zum Auftakt der Weltmeisterschaft am Osterwochenende in Bulgarien zu 100% fit ist. In den nächsten Wochen stehen viele Trainings, Tests und Vorbereitungsrennen auf dem Plan.Erster Auftritt in Deutschland wird voraussichtlich beim Wintermotocross in Frankenbach sein.

 

 

(Bericht:Peter Schaub)   ( Fotos:Archer R.  Quelle:KTM  )    
 
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